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Auto MOBIL • AUSGABE 02-19/KW42 – Anzeige –
HOHES RISIKO IM HERBST
RATGEBER KFZ: WILDUNFÄLLE VERMEIDEN UND SICH NACH EINEM UNFALL RICHTIG VERHALTEN
Im Jahr 2017 wurden von den deutschen
Autoversicherern rund 275.000 Wildunfälle Versicherter muss
registriert, also durchschnittlich 750 pro Tag Wildschaden nachweisen
und damit so viele wie noch nie. Experten Eine sogenannte Wildunfall-
gehen zudem von einer hohen Dunkelziffer bescheinigung ist inzwischen
aus, denn viele Unfälle werden nicht gemel- nicht mehr zwingend not-
det. Die Gefahr eines Wildunfalls nimmt vor wendig, damit ein Wildscha-
allem zur Brunftzeit im Herbst zu, wenn das den von der Versicherung
Wild quasi blind vor Liebe über die Straßen reguliert wird. Grundsätzlich
läuft. Die meisten Zusammenstöße passieren muss der Versicherte nach-
in den Abend- und frühen Morgenstunden, weisen, dass Wild den Scha-
besonders gefährlich sind die Übergangsbe- den verursacht hat. Spuren
reiche zwischen Wald- und Feldzonen. Wer von Blut und Haaren am
Schäden an seinem Fahrzeug durch einen Fahrzeug sollten daher von
Wildunfall nicht selbst zahlen will, sollte eine der Werkstatt dokumentiert
Teilkaskoversicherung abschließen. Bei den werden. Weitere Indizien
Itzehoer Versicherungen beispielsweise kann sind „weiche Einbeulungen“,
man in zwei Tarifen sogar einen Schutz für dies sind typische Karambo-
die Kollision mit Tieren aller Art hinzubuchen, Die Gefahr eines Wildunfalls nimmt vor allem zur lage-Folgen mit Wild.
nicht nur für den Zusammenstoß mit Haar- Brunftzeit im Herbst zu, wenn das Wild quasi blind
wild. Mehr Informationen dazu gibt es unter vor Liebe über die Straßen läuft. Quelle: djd
www.itzehoer.de. Foto: djd/Itzehoer Versicherungen
Risiko reduzieren und sich im Falle eines Falles korrekt verhalten
Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat Tipps zusammengestellt, wie
man Wildunfälle vermeiden kann und wie man sich nach einer Kolli-
sion verhalten sollte:
Wir helfen Ihnen weiter! • Wird durch Warnschilder festhalten und mit voller Kraft
„Wildwechsel“ angezeigt, so- bremsen. Auf keinen Fall aus-
fort Fuß vom Gas, langsam und weichen, das kann schlimme
konzentriert fahren. Wald- und Folgen haben. Auch für andere
Straßenränder sorgfältig im Verkehrsteilnehmer.
Auge behalten und bremsbe- • Nach Unfall Warnblinkanlage
reit sein. Denn in etwa 80 Pro- einschalten und Unfallstelle ab-
zent aller Fälle taucht das Wild sichern.
nur 20 Meter und kürzer vor • Das Tier an den Randstreifen
dem Fahrzeug auf. schaffen, es wegen eventueller
• Besonders gefährlich sind neue Tollwutgefahr aber nicht mit
Straßen, die durch Waldgebiete bloßen Händen anfassen.
fahren, weil Wild die gewohn- • Wild niemals mitnehmen, sonst
ten Wechsel beibehält. droht Strafanzeige wegen Wilde-
• Ein Tier kommt selten allein. rei.
Immer mit „Nachzüglern“ rech- • Einem angefahrenen und ver-
nen. letzten Tier, das flüchtig ist,
• Nachts in bewaldeten Gegen- nicht folgen. Für die spätere
den möglichst immer mit Fern- Meldung Fluchtrichtung mer-
licht fahren. So wirken die Au- ken oder markieren. So kann
gen der Tiere wie Rückstrahler der Jäger oder Förster mit ei-
und sind besser zu erkennen. nem ausgebildeten Hund dem
Taucht Wild im Scheinwerfer- verletzten Tier folgen und es
licht auf, sofort abblenden, von seinem Leiden erlösen.
bremsen und hupen. • Unfall sofort der Polizei melden.
• Lässt sich ein Zusammenprall
nicht vermeiden, Lenkrad gut
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